Die Zahl der Miteigentümer ist im Jahr 2025 bei der Volksbank Oberberg gestiegen und beträgt nun 45.400.
BilanzpressekonferenzVolksbank Oberberg steigert Jahresergebnis auf 11 Millionen Euro

Präsentierten die Zahlen für 2025: (v.l.) Vorstandsvorsitzender Ingo Stockhausen, Aufsichtsratsvorsitzender Udo Meyer, stv. Vorstandsvorsitzender Andreas Neumannund Vorstandsmitglied Jörn Richling.
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Wiehl Die Volksbank Oberberg hat am Donnerstag ihr Ergebnis für das Jahr 2025 vorgestellt. „Wir blicken zurück auf ein gutes Jahr “, sagte der Vorstandsvorsitzende Ingo Stockhausen, der für das laufende Jahr mit einer „soliden Entwicklung“ rechnet. Die Rahmenbedingungen skizzierte Stockhausen eingangs als fordernd. Vor allem die Wirtschaft bekomme das zu spüren, was sich aber in Richtung der Banken mit einer Zurückhaltung bei anstehenden Investitionen in die Produktionskapaziäten widerspiegele. Und die vorhandenen seien nicht ausgelastet. Wenn man von Wachstum sprechen könne, dann bei den privaten Hauhalten.
Bei der Volksbank stieg das betreute Kundenvolumen um 350 Millionen Euro oder 4,1 Prozent auf 8,8 Milliarden Euro (Vorjahr: 8,5). Die Bilanzsumme der Bank kletterte auf 4,9 Milliarden (4,8). Stockhausen rechnet damit, dass die Fünf-Milliarden-Marke in diesem Jahr geknackt wird. Bei den Kundenkreditgeschäften konnte die Volksbank ihre Planwerte mit Zuwächsen von rund 155 Millionen oder 4,0 Prozent realisieren. Das betreute Kundenkreditvolumen der Bank lag am Endes Berichtsjahr bei 4,3 Milliarden Euro (4,1 Prozent), wobei der Großteil der bereitgestellten Mittel wie schon in den Vorjahren in den Immobiliensektor floss und eben weniger in den Firmenkundenbereich. Laut Stockhausen hat sein Haus im Jahr 2025 an Immobilienwerten 22 Millionen Euro umgesetzt. So verbesserte sich das Jahresergebnis der Volksbank Oberberg nach Steuer auf einen Betrag von 11 Millionen Euro – nach 10,8 Millionen im Jahr 2024.
Mitglieder sollen eine Dividende von drei Prozent bekommen
Die Zahl der Mitglieder bzw. die der Miteigentümer der Genossenschaftsbank stieg 2025 um knapp 400 oder 0,9 Prozent auf nun 45.400. Plan ist es, dass Vorstand und Aufsichtsrat der Volksbank Oberberg der Vertreterversammlung am 8. Juni vorschlagen wollen, den Mitgliedern erneut eine Dividende von 3 Prozent auf deren Geschäftsguthaben zu zahlen. Stockhausen sagte, dass das Wachstum der vergangenen beiden Jahre auch dazu führe, dass sich der Marktanteil der Volksbank Oberberg zu deren Gunsten verschiebe. Stockhausen sieht es als Wettbewerbsvorteil, das sein Haus nicht auf dem „Tripp“ sei, dass alles digital sein müsse. „Wir stellen alle Kommunikationswege zur Verfügung.“
Doch nicht alles passe zu einem dem Kunden zugewandten Unternehmen. Und so zeigt die Volksbank Oberberg auch bei den Filialen die bekannte Kontinuität. Von den 30 Filialen sind drei als SB-Standorte ausgelegt. Wer in Bierenbachtal, Marienberghausen oder Lichtenberg eine Beratung vor Ort haben möchte, kann jedoch um diese bitten, und ein Mitarbeiter der Bank öffnet dann die Räume eigens dafür. Ein großes Thema bei der Volksbank sind die Menschen, die für das Haus arbeiten. Ingo Stockhausen machte am Donnerstag deutlich, wie viel Wert in seinem Haus auf gute Rahmenbedingungen gelegt werde. Auch bei der Akquise des Nachwuchses ist die Bank bereits früh unterwegs und sondiert schon in den Schulen, wer in Frage kommt.
An der Spitze der Volksbank Oberberg wird im Sommer der Staffelstab übergeben. Der Vorstandsvorsitzende Ingo Stockhausen wird zum 30. Juni aus der Bank ausscheiden. Auf ihn soll der aktuelle stellvertretende Vorstandsvorsitzende Andreas Neumann folgen. Vorstandsmitglied Jörn Richling wird dann die Rolle des stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden übernehmen. Komplettiert wird die Leitung durch das neu bestellte Vorstandsmitglied Marc Gottschlich. Damit steht das neue Trio an der Spitze fest, dass die 489 Mitarbeiter der Volksbank Oberberg führen wird.
